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Autopfand-Angebote richtig vergleichen
Wer mehrere Angebote einholt, vergleicht meist nur eine Zahl: den Auszahlungsbetrag. Der sagt aber wenig darüber aus, was der Kredit am Ende kostet. Diese sechs Punkte machen Angebote wirklich vergleichbar — und Sie dürfen sie gern auch auf uns anwenden.
Sechs Punkte, die wirklich zählen
1. Sind alle Kostenarten genannt?
Ein Pfandkredit besteht aus drei Posten: Zinsen, Gebühren und Standgeld für die Verwahrung. Wird nur der Zinssatz genannt, fehlt der größere Teil. Fragen Sie gezielt nach allen dreien.
2. Monatsweise oder tagesgenau?
Wird jeder angefangene Monat voll berechnet, zahlen Sie bei 35 Tagen Laufzeit für zwei volle Monate. Bei tagesgenauer Abrechnung nur für die tatsächliche Zeit. Das kann mehrere Hundert Euro ausmachen.
3. Auszahlung und Gebühren zusammen betrachten
Ein höherer Auszahlungsbetrag nützt wenig, wenn die Gebühren entsprechend höher liegen. Rechnen Sie beides zusammen — das Beispiel unten zeigt, wie deutlich der Unterschied ausfällt.
4. Echter Pfandkredit oder Verkauf mit Rückmietung?
Bei einem Pfandkredit bleiben Sie Eigentümer. Beim Verkauf mit Rückmietung — oft als „Weiterfahren" beworben — geht das Fahrzeug in fremdes Eigentum über. Das ist ein grundlegend anderes Geschäft. Fragen Sie, was im Vertrag steht.
5. Liegt eine behördliche Erlaubnis vor?
Das Pfandleihgewerbe ist erlaubnispflichtig. Seriöse Anbieter nennen die zuständige Behörde im Impressum. Fehlt diese Angabe, lohnt eine Nachfrage.
6. Wie ist verwahrt, versichert — und was gilt im Ernstfall?
Wo steht Ihr Fahrzeug, wie ist es gesichert und versichert? Und was passiert, wenn Sie nicht zurückzahlen: Steht Ihnen ein Überschuss aus der Verwertung zu, und wird eine Restschuld nachgefordert?
Warum die höhere Auszahlung teurer sein kann
Zwei Angebote für dasselbe Fahrzeug mit einem Marktwert von 30.000 €, Laufzeit drei Monate:
Angebot A — 21.000 € Auszahlung, 5 % Gebühren
Zinsen 630 €, Gebühren 3.150 €, Standgeld 270 € — zusammen 4.050 € für drei Monate.
Angebot B — 18.000 € Auszahlung, 2,9 % Gebühren
Zinsen 540 €, Gebühren 1.566 €, Standgeld 270 € — zusammen 2.376 € für drei Monate.
Angebot A zahlt 3.000 € mehr aus und kostet dafür 1.674 € mehr. Ob sich das lohnt, hängt allein davon ab, ob Sie die höhere Summe wirklich brauchen. Wer mit weniger auskommt, fährt mit B deutlich günstiger.
Beispielrechnung mit marktüblichen Sätzen. Zinsen 1 % pro Monat, Standgeld 3 € pro Tag.
Wenden Sie die sechs Punkte gern auf uns an: alle drei Kostenarten mit Beispielen · Pfandkredit statt Rückmietung · Verwahrung und Versicherung · was im Ernstfall gilt
Behördlich zugelassen
Tagesgenaue Abrechnung
Alle Kosten offengelegt
Häufige Fragen
Woraus setzen sich die Kosten eines Pfandkredits zusammen?
Aus drei Posten: Zinsen, Gebühren und Standgeld für die Verwahrung. Der Zinssatz ist gesetzlich auf 1 % pro Monat begrenzt und damit bei allen Anbietern gleich. Unterschiede entstehen bei Gebühren und Standgeld.
Warum ist die tagesgenaue Abrechnung so wichtig?
Wird jeder angefangene Monat voll berechnet, zahlen Sie bei 35 Tagen Laufzeit für zwei volle Monate. Bei tagesgenauer Abrechnung nur für 35 Tage. Fragen Sie ausdrücklich nach, wie abgerechnet wird.
Ist ein höherer Auszahlungsbetrag immer besser?
Nein. Ein höherer Betrag bedeutet höhere Zinsen und höhere Gebühren. Entscheidend ist, wie viel Sie tatsächlich benötigen — und was der Kredit insgesamt kostet.
Woran erkenne ich einen echten Pfandkredit?
Daran, dass Sie Eigentümer Ihres Fahrzeugs bleiben und es nach Rückzahlung wieder auslösen. Wird das Fahrzeug verkauft und anschließend zurückgemietet, handelt es sich um ein anderes Geschäft mit anderen Folgen.
Wie prüfe ich, ob ein Anbieter zugelassen ist?
Das Pfandleihgewerbe ist erlaubnispflichtig. Im Impressum sollten die zuständige Aufsichtsbehörde und die berufsrechtlichen Regelungen genannt sein. Im Zweifel können Sie bei der Behörde nachfragen.
Vergleichen Sie uns
Sie haben bereits ein Angebot? Sprechen Sie uns an — wir prüfen Auszahlungsbetrag, Zinsen und Gebühren.